25 Jahre im Haus Emmaus, 30 Jahre im Dienst von Iris – Südtirol News

Leifers – Die Caritas unterstützt und begleitet seit 30 Jahren Menschen mit HIV oder AIDS und betreibt seit 25 Jahren die Wohngemeinschaft Haus Emmaus in Leifers. Auch wenn das Thema weitgehend aus der Öffentlichkeit verschwunden ist, Vorurteile gegenüber Betroffenen sind leider nicht verschwunden. “Heute ist die Krankheit medizinisch gut behandelbar und ein Leben mit HIV und Aids möglich. Dem wissenschaftlichen Fortschritt muss auch der gesellschaftliche Fortschritt folgen”, sagte Caritas-Direktor Franz Krip bei einer Pressekonferenz im Garten des Haus Emwas zum Jubiläum des Dienstes .

“Für diejenigen, die sich in den 1990er Jahren mit HIV oder Aids infizierten, bedeutete dies die Todesstrafe. Damals waren besonders viele junge Menschen davon betroffen. Der IRIS-Dienst wurde 1992 gegründet, um die psychischen Leiden dieser Menschen zu lindern und ihnen zu helfen Umgang mit dem nahenden Tod Fünf Jahre später gründete die Caritas die Wohngemeinschaft im Haus Emmaus, um dort die Kranken medizinisch und menschlich zu versorgen, wie Franz Krip, Direktor der Caritas, mit einem Zitat von Goethe an die Anfänge dieser beiden Dienste erinnert: „ Siehe, ich bin ein Mensch, hier darf ich ich selbst sein.

Seit die ersten Freiwilligen ihre Ausbildung abgeschlossen haben, hat die Iris-Abteilung mehr als 1.500 Menschen begleitet, mehr als 5.000 Stunden Einzeltherapie angeboten, Schulungen organisiert und ein Beziehungsnetz mit Emmaus House aufgebaut. Im Gegensatz dazu wurden in diesen 25 Jahren etwa 200 Menschen in Haus Emmaus aufgenommen, darunter Männer und Frauen, die entweder das Virus hatten oder erkrankt oder bereits erkrankt waren. Dort wird für jeden ein individuelles Projekt entwickelt, das auf die spezifischen Erfahrungen und Bedürfnisse der jeweiligen Person eingeht.

Die beiden Dienste arbeiteten von Anfang an eng mit der Abteilung für Infektiologie des Krankenhauses Bozen zusammen, da Dr. Und bestätigt Elk Maria Earn, Leiterin der Abteilung. Sie sagte auch, dass die Einführung antiretroviraler Behandlungen die Lebensqualität von Menschen mit HIV erheblich verbessert habe. “Da AIDS nicht als tödliche Krankheit, sondern als chronische Krankheit definiert wird, hat sich die Aufmerksamkeit für HIV dramatisch verändert. Dies wirkt sich nachteilig aus, da wenig über das Thema gesprochen wird, während der Einsatz immer noch hoch ist”, sagt Premarin.

Darüber hinaus bleibt das mit einer HIV-Infektion verbundene Stigma stark und äußert sich nicht nur auf medizinischer Ebene, sondern auch in Form von Vorurteilen. Wir sind von obsessiven Auftritten der frühen Tage mit großer Medienresonanz zur Unsichtbarkeit übergegangen. Beides führt zu Ausgrenzung und genau dem versuchen wir mit unserer Arbeit entgegenzuwirken“, erklärt der Psychologe und Psychotherapeut Pierpaolo Patrizzi, der den Iris-Service leitet.Ehrenamtliche Unterstützung ist so wichtig, sagte Iris-Freiwillige Vera Franceschini auf der Pressekonferenz.

Katusia Capras, Direktorin von Haus Emmaus, betonte die Notwendigkeit, über Infektionskrankheiten zu sprechen, um Fehlinformationen und Ausgrenzungen zu begegnen. „Für uns als Caritas bedeutet das, offen auf die Betroffenen zuzugehen, ihnen zuzuhören und auf ihre sich ständig ändernden Bedürfnisse einzugehen.“ Zwar begleiten wir die Betroffenen weiterhin in ihrem letzten Lebensabschnitt, aber wir orientieren sie auch am Leben und nehmen Rücksicht die sozialen Aspekte der Patienten und tun unser Bestes, um positive Erfahrungen für unsere Gäste zu schaffen“, sagt Capras. So hofft sie, nach zweieinhalb Jahren Corona-Pandemie wieder mehr Aktivitäten anbieten zu können, die Begegnungen zwischen Einrichtungsgästen und der Community ermöglichen. Eine solche Veranstaltung fand beispielsweise am 11. Juni mit einem Gartenfest statt, zu dem alle Interessierten eingeladen waren. Der Austausch mit den Schulen muss wieder aufgenommen werden, und für die Pilger, die zu Fuß nach Maria Weißenstein aufsteigen (der Pilgerweg beginnt am Haus Emmaus), denkt man daran, wieder eine kleine Verpflegungsstation einzurichten, wie es vor Corona der Fall war.

„Abschließend möchte ich allen Ehrenamtlichen und Mitarbeitern der beiden Dienste danken, die sich in den vergangenen Jahren so engagiert für den Abbau von Vorurteilen und die Förderung der sozialen Inklusion von Menschen mit HIV oder Aids eingesetzt haben.“ Von großer Bedeutung ist auch der Abschluss Zusammenarbeit und Kommunikation, die Iris und Emmaus nicht nur mit der Abteilung für Infektionskrankheiten im Krankenhaus Bozen, sondern auch mit den örtlichen Suchtberatungsstellen, dem Zentrum für psychische Gesundheit und dem Amt für externe Justizvollzugsanstalten (Uepe) aufgebaut haben“, Danilo Tocconi , Leiter des zuständigen Caritas-Ressorts, betonte die gute Kommunikation zwischen allen Akteuren.

Von: baba

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