Appell der Behörden: Die Welle der Hilfsbereitschaft ist zu groß: Eine Koordination ist nicht mehr möglich

Die Welle der Hilfsbereitschaft nach der Sturmkatastrophe im Geländetal im Landkreis Villach-Land ist enorm. Am Samstagmorgen strömten Freiwillige in den Brennpunkt der Versammlungen. Aus ganz Kärnten und sogar aus der Steiermark kamen Menschen. Viele Privatpersonen möchten sich dort registrieren, um Betroffenen helfen zu können. Seit Freitag darf niemand mehr privat in das Krisengebiet fahren. „Wir sind sehr dankbar für jede Hilfe, für jeden, der sich an den Aufräumarbeiten beteiligen möchte. Aber es sind schon so viele Menschen in dem Gebiet, dass wir es nicht mehr koordinieren können. Das Einsatzgebiet ist gesättigt.“ sagt Waltrud Dullnigg, Sprecherin des Landespolizeipräsidiums Kärnten. Derzeit sind etwa 200 registrierte Helfer im Einsatz, viele der Freiwilligen wurden bereits von der Feuerwehr entlassen.

Wir fordern daher alle Special Assistants auf, an den Wochenenden nicht zu Meetings zu kommen. „Wir bedanken uns ganz herzlich und bewundern die außerordentlich hohe Motivation der Helfer“, sagt Dollnig, „aber die Aufräumarbeiten werden voraussichtlich mehrere Wochen dauern.“ Es wird weiterhin Hilfe benötigt. Bezieht sich beispielsweise auf das Spendenkonto der Gemeinde und die darüber verfügbaren Informationen www.treffen.at.

“Symbol des Neuanfangs”

Essens- und Getränkespenden von Unternehmen für Rettungsdienste finden weiterhin ihren Weg in die Waffenkammer. Außerdem brachten spezielle Helfer unzählige Kuchen und Torten. Das Rote Kreuz kocht Essen für Helfer. In einem Park in Trevin, der gestern noch komplett mit Schlammklumpen bedeckt war, fanden Anwohner am Samstag bei Reinigungsarbeiten ein Vogelnest mit intakten Eiern. Sie sind sich sicher, dass sie ein “Symbol für einen Neuanfang” sind.

Das Rote Kreuz stellt Helfer und Rettungsdienste
© Weichselbraun

Zuschauer blockieren Aufräumarbeiten

Am Samstag wurden Unternehmen nur dann wieder in die Sturmzone eingeladen, wenn die Task Force dies ausdrücklich verlangte. Anmelden können Sie sich hierfür per E-Mail an Treffen@ktn.gde.at.

Nicht nur im Einsatzgebiet, sondern auch an dessen Rand kam es am Samstag zu einem Ansturm: Die Töbringer Straße, die nach Treffen führt, war laut Polizei zwischen B94 und B98 gesperrt – das Areal wurde immer wieder von Zuschauern gesperrt und damit die Abwicklungsarbeiten behindert.

Auch der Hubschrauber-Start- und Landeplatz auf der Wiese vor der Diakoni-Werkstatt zieht immer wieder Zuschauer an. Der Black Hawk der Armee ist ebenfalls im Einsatz.

Der Zivilschutzalarm bei den Sitzungen und Arriach ist noch in Kraft. Eine provisorische Straße für Rettungsdienste wurde nach Ariach eingerichtet.

Leave a Comment

%d bloggers like this: