Capitol Hearing: Republikaner beschreiben Trumps Druck

Mehrere Republikaner haben Drohungen, Beleidigungen und Belästigungen durch Anhänger des Parteikollegen Trump gemeldet. Der ehemalige Präsident behauptet bis heute ohne Beweise, dass ihm der Sieg bei den Wahlen 2020 durch Betrug verwehrt worden sei. Wochenlang versuchte er mit den fragwürdigsten Taktiken, den Wahlsieg seines demokratischen Herausforderers Joe Biden zunichte zu machen.

Auch sein Lager scheiterte damals mit Dutzenden Klagen gegen das Wahlergebnis. Der Widerstand gegen das Wahlergebnis gipfelte im Anschlag auf das Kapitol, an dem der Untersuchungsausschuss derzeit arbeitet. Trump-Anhänger stürmten am 6. Januar 2021 gewaltsam das Parlamentsgebäude und töteten fünf Menschen. Trump hat kürzlich bei einer Kundgebung seine Anhänger aufgehetzt, ihm den Wahlsieg zu stehlen. Daraufhin musste er sich einem Amtsenthebungsverfahren stellen, an dessen Ende er freigesprochen wurde.

“Ich möchte nur 11.780 Stimmen finden”

Bei einer Sitzung der Untersuchungskommission am Dienstag sagte der für die Organisation der Wahlen in Georgien zuständige Außenminister, der Republikaner Brad Ravensberger, aus. Georgia war einer der Staaten, die Stimmen für Biden übersetzten.

AP / J. Scott Applewhite

Republicans Powers und Ravensberger sagten über Einflussnahmeversuche nach der Wahl aus

In einem Telefonat forderte Trump Ravensburger damals ausdrücklich auf, genügend Stimmen für seinen Wahlerfolg in Georgia zu sammeln. Die Aufzeichnung des Gesprächs wurde damals mit den Medien geteilt. Unter anderem ist Trump zu hören: “Ich will nur 11.780 Stimmen finden.”

Drohungen erhalten

Während der Anhörung am Dienstag wurden verschiedene Aufnahmen des berüchtigten 67-minütigen Telefonats abgespielt, in dem Ravensberger dem Präsidenten wiederholt widersprach. Ravensberger sagte bei dem Treffen, es bestehe kein Zweifel daran, dass Biden die Wahl in Georgia mit einem Vorsprung von etwa 12.000 Stimmen gewonnen habe. Mehrere Romane kamen zu demselben Schluss.

„Zahlen sind Zahlen, und Zahlen lügen nicht“, sagte Ravensberger. “Es wurden keine Stimmen gefunden.” Die Sortierung war korrekt. Es habe damals viele Vorwürfe gegeben, “wir sind jedem einzelnen nachgegangen”. Ravensberger sagte, er und seine Frau hätten Drohungen erhalten, nachdem sie sich geweigert hatten, Trumps Bitte nachzukommen. Das war alles sehr besorgniserregend.

Ähnliche Berichte aus Arizona

Der republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses von Arizona, Russell Powers, erwähnte etwas Ähnliches. Der ehemalige Trump-Anhänger beschrieb, wie sein Team ihn damals mit Vorwürfen des Wahlbetrugs über Arizona kontaktierte. Beweise dafür lieferte ihm jedoch niemand aus Trumps Team.

Powers erklärte, wie Trump und sein Team ihn unter Druck setzten, im Repräsentantenhaus seines Bundesstaates ein Verfahren einzuleiten, um Trumps Wahlniederlage in Arizona später aufzuarbeiten. Powers betonte, dass dies gegen das Gesetz und gegen seinen Amtseid verstoßen hätte. Und er hat Trump mehrfach klar gemacht, dass er nichts Illegales für ihn tun würde.

Bewiesen von Trump-Anhängern

Powers sagte, nachdem er sich geweigert hatte, sich dem Druck zu beugen, seien jede Woche Demonstranten vor sein Haus marschiert, hätten ihn als Pädophilen, Perversen und Verderbten bezeichnet und die ganze Nachbarschaft bedroht und schikaniert. In Abschriften zuvor aufgezeichneter Zeugenvernehmungen haben andere Staatsbeamte über ähnliche Erfahrungen berichtet.

„Die unerbittliche und verheerende Druckkampagne auf staatliche und lokale Beamte basierte auf einer Lüge“, sagte Benny Thompson, Vorsitzender des Demokratischen Komitees. Trump wusste es und tat es trotzdem. Thompson warnte: “Diese Lüge ist nicht verschwunden.”

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