City-Rating „Economic“: Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt

Stand: 23.06.2022 07:55 Uhr

Nach Aufhebung der Corona-Maßnahmen gehören viele europäische Städte wieder zu den lebenswertesten Megastädten der Welt. Laut dem Rating von „The Economist“ führt Wien die Liste an. Aber die drei größten Gewinner sind in Deutschland.

Wien ist wieder die lebenswerteste Stadt der Welt. in Das diesjährige britische “Wirtschafts”-Ranking Erstmals seit Beginn der Pandemie steht Österreichs Hauptstadt wieder an der Spitze – wie in den Vorjahren 2018 und 2019. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Kopenhagen und Zürich.

Im Vorjahr war die Lebensqualität in europäischen Hauptstädten durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen dramatisch eingebrochen. Das Leben auf der isolierten Insel Neuseeland ging jedoch wie gewohnt weiter, was der Stadt Auckland den ersten Platz sicherte. Mit der Aufhebung der Corona-Maßnahmen rutschten jedoch Neuseeland, Australien und China erneut im aktuellen Indikator ab. Auckland beispielsweise belegt in diesem Jahr nur den 34. Platz.

Die zehn lebenswertesten Städte der Welt
Ring Stadt Boden
1 Wien Österreich
2 Kopenhagen Dänemark
3 Zürich Schweiz
4 Calgary Sie haben
5 Vancouver Sie haben
6 Genf Schweiz
7 Frankfurt Deutschland
8 Toronto Sie haben
9 Amsterdam Holland
10 Osaka Japan
10 Melbourne Australien

Gewinner: Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf

Neben Wien und Zürich eignen sich viele weitere deutschsprachige Großstädte sehr gut zum Wohnen. Zu den größten Gewinnern gehören laut Ranking Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf. Jede der drei deutschen Städte verbesserte sich um rund 30 Plätze. Frankfurt erreichte mit Platz sieben die Top Ten, Hamburg und Düsseldorf belegten die Plätze 16 und 22.

Die verbesserten Ergebnisse seien auf die Eröffnung von Geschäften, Restaurants und Museen zurückzuführen, sagte Upasana Dutt, Leiterin des Index für Lebensqualität. „Die Bildung hat sich verbessert, da die Kinder wieder in die Schule zurückkehren, und auch die Belastung der Krankenhäuser und Gesundheitssysteme hat sich erheblich verringert“, fügte sie hinzu. Die meisten hoch bewerteten deutschen Städte erhalten die höchsten Punktzahlen für Infrastruktur und Gesundheitsversorgung. Bei den Faktoren „Bildung“ und „Stabilität“ – also der Sicherheitslage – liegt Deutschland jedoch nicht in der ersten Gruppe.

Russische Städte sind im Niedergang

Die ukrainische Hauptstadt Kiew wurde in diesem Jahr aufgrund des russischen Angriffskriegs aus dem Ranking ausgeschlossen. Die russischen Städte Moskau und Sankt Petersburg fielen aufgrund von „Zensur“ und den Auswirkungen westlicher Sanktionen auf Russland deutlich auf die Liste. Sie belegte Platz 96 bzw. 107 von 172 Metropolen, und andere Städte wie Warschau und Budapest wurden aufgrund der geopolitischen Lage in der Region ebenfalls herabgestuft.

Schlusslicht war wieder einmal die vom Krieg zerrüttete syrische Hauptstadt Damaskus. Gewaltsame Konflikte und Terrorismus sind die Hauptursachen für schlechte Leistungen. Tripolis in Libyen, Lagos in Nigeria, Algerien in Algerien und Teheran im Iran gehörten zu den letzten Plätzen.

Nach Ansicht der Studienautoren sind die Auswirkungen des Ukraine-Krieges die größte Bedrohung für die urbane Lebensqualität in den kommenden Monaten. Steigende Energie- und Nahrungsmittelpreise können mancherorts zu Konflikten führen. Sie warnten, dass “selbst wenn die Stabilität nicht bedroht ist, die Kostenkrise Investitionen in Infrastruktur, Gesundheit und Bildung dämpfen wird”.

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