Das wohl letzte große Interview von Willi Resetarits

Newsletter/APA/Donnerstag, 23.06.22, 07:23:40

Mit dem vielsagenden Titel „Merci Chérie“ betreiben die Songcontest-Fans Marco Schreuder, hauptamtlicher Bundesrat der Grünen, und Alkis Vlassakakis seit langem ihren ESC-Podcast aus Wien, über den Promis und Experten sprechen. Musikereignis und seine Astronomie. Sie sprachen mit Kurt Mayer, der vielleicht sein letztes großes Interview mit den verstorbenen Willie Recitalets gegeben hat.

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In der neuen Folge, die ab Dienstag (28. Juni) zu sehen ist, sprechen Schroeder und Vlasakakis nun mit Regisseur und Produzent Kurt Mayer – und haben indirekt noch einen weiteren Gast: Willi Resetarits, der am 24. April einen Unfall hatte. Kurt Mayer traf ihn am 1. April, also relativ kurz vor seinem fatalen Sturz zu seinem vermeintlich letzten großen Interview. Für die ORF III-Produktion „Schicksalstage Österreich – Der Song-Contest-Sieg von Udo Jürgens“ sprach Mayer mit dem Musiker über seine Teilnahme beim ESC 1977, wo die Resetarits Mitglied der damals auftretenden „Butterflies“ waren. Boom Boom Bumerang”. Er belegte den vorletzten Platz für Österreich. Das Gespräch, das nur in kurzen Auszügen in den Unterlagen veröffentlicht wurde, ist nun im Detail nachzuhören.

Auffallend: Der stets sozial und politisch engagierte Künstler spricht nicht auf die leichte Schulter vom musikalischen Großereignis. Gleichzeitig nennen die Resetarits den „Geldmangel“ als Hauptgrund für die damalige ESC-Mission der Politband Schmetterlinge – schließlich wollten sie das Opus Magnum „Proletenpassion“ veröffentlichen. „Boom Boom Boomerang“ habe er nicht auf ein Podest gestellt: „Wir haben es versucht, wir haben lange daran gearbeitet. Inzwischen geht Resetarits in seinen Erinnerungen weit über den Songcontest hinaus und reflektiert die Bedeutung von Udo Jürgens für den Lokalpop und die Rolle von Ö3 in seiner Karriere: „Ostbahn Kurti ist auch dank Ö3 überraschend bekannt geworden.“ Am Ende bleibt beim Zuhörer der Eindruck, den Kurt Mayer aus seinem Gespräch mit dem verstorbenen Musiker hinterlassen hat: „Er war voller Lebendigkeit.“

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