Deutscher Bundestag hebt Verbot von Abtreibungswerbung auf

Der Paragraph regelt das Verbot der Werbung für Abtreibungen. Gleichzeitig bedeutete dies aber auch, dass Ärzte ohne Angst vor Strafverfolgung keine detaillierten Informationen über Abtreibungen geben konnten.

Neben der Streichung des § 219a sieht der Bundestagsbeschluss vor, dass Urteile gegen Ärzte seit dem 3. Oktober 1990 auf der Grundlage des aufzuhebenden Paragrafen erfolgen. Das gilt für Gießens Hausärztin Kristina Hanel, die 2017 auf Grundlage des § 219a verurteilt wurde und sich seit Jahren für die Aufhebung der Klausel einsetzt. Am Freitag saß ich mit anderen Ärzten im Bundestag auf der Besuchertribüne.

Familienministerin Lisa Bowes (Grüne) feierte im Vorfeld der Abstimmung das Ende des sogenannten Werbeverbots für Abtreibungen als “Sieg”. Damit werde das Selbstbestimmungsrecht von Frauen in Deutschland gestärkt, sagte sie der dpa.

Baws zeigte sich erleichtert, dass diese Praxis nun der Vergangenheit angehören sollte. „Ärzte können endlich ohne Angst vor Strafverfolgung oder Stigmatisierung sachlich über Schwangerschaftsabbruch informieren“, sagte Bauss. „Heute ist ein guter Tag für Ärzte in Deutschland – insbesondere für Frauen in unserem Land.“

Schwangere können sich ab sofort ungewollt auf „fachkundige Beratung und gute Betreuung“ verlassen, erklärte die Ministerin. „Abtreibung sollte kein Straftatbestand sein, sondern eine Gesundheitsdienstleistung“, betonte die Ministerin.

Auch Justizminister Marco Buschmann (FDP) verteidigte die geplante Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen als verspätet. „Die Zeit ist reif“, sagte Buchmann am Freitag bei der letzten Debatte im Bundestag. Jede Verurteilung nach § 219a StGB ist „eine Verurteilung zu viel“.

Bushman erklärte, wenn eine Frau sich mit der schwierigen Frage eines Schwangerschaftsabbruchs auseinandersetze, suche sie heutzutage “meistens” zuerst im Internet nach Informationen. Es gebe “jeden Troll und jeden Verschwörungstheoretiker”, der darüber posten könne – hochqualifizierte Ärzte seien allerdings verboten. “Es ist lächerlich, es ist alt, es ist unfair und deshalb beenden wir diese Situation.”

Andererseits haben sich die Konservative Union und die rechtspopulistische Alternativpartei entschieden gegen die Streichung des Absatzes ausgesprochen. Abgeordnete beider Fraktionen haben immer wieder betont, dass sich Frauen durchaus umfassend über Abtreibungen informieren können und die Lebensrechte des Ungeborenen nicht vernachlässigt werden dürfen.

Dorothy Barr, Vorsitzende der parlamentarischen Gewerkschaftsfraktion, sagte am Freitag, es sei „ziemlich fehl am Platz für einen Sieg. Abtreibung ist für niemanden ein Gewinn“, sagte sie am Freitag. Werdende Mütter seien „immer in einer Ausnahmesituation – egal, ob die Entscheidung für oder gegen das ungeborene Leben ausfällt“. Schwangerschaftsabbruch ist und bleibt eine „außerordentliche medizinische Leistung“.

Die katholische Kirche bedauerte die Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen. Ein Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, sagte der dpa, eine Überarbeitung des § 219a des Gesetzes zur weiteren Verbesserung der Informationssituation für Frauen wäre die beste Lösung gewesen. „Aus kirchlicher Sicht dient diese Lösung sowohl den Interessen der Frau als auch dem verfassungsrechtlich geforderten Schutz des ungeborenen Lebens.“ Er betonte, dass “die katholische Kirche die Hilfe für Frauen in Not oder in Konfliktsituationen aufgrund ihrer Schwangerschaft als wesentlichen Bestandteil ihres diakonischen Dienstes betrachtet”.

Damit „anstößige“ und unangemessene Werbung für Schwangerschaftsabbrüche auch in Zukunft verboten bleibt, sieht der verabschiedete Regierungsentwurf eine Ausweitung des sogenannten Heilmittelwerbegesetzes vor. So würden beispielsweise auch krankheitsunabhängige Abtreibungen unter das Gesetz fallen, das bisher irreführende Arzneimittelwerbung in anderen Regionen regelte.

Das Gesetz musste noch vom Bundesrat formal verabschiedet werden, konnte aber ohne Zustimmung der Länderkammer in Kraft treten.

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