Die Kieler Woche ist eine Standortbestimmung vor Großveranstaltungen

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Die österreichische Segel-Nationalmannschaft nimmt ab Mittwoch an der Kieler Woche teil. Für rote, weiße und rote 49er Boote, Nacra 17 und 470, die traditionelle Regatta, dient als letzter Sitzplatz vor den ersten Großveranstaltungen im Jahr 2022.

Die diesjährige 128. Kieler Woche findet vom 22. bis 26. Juni statt – pandemiebedingt fand sie in den vergangenen zwei Jahren nur im September statt. Das österreichische Nationalteam nimmt mit neun Booten in vier olympischen Kategorien an diesem großen Segelevent teil.

Bildstein/Hussl wollen nach starker Aufholjagd weitermachen
Benjamin Bildstein und David Hassell feierten vor zwei Wochen beim Mundial Almeri gegen Almer mit Platz drei ein starkes Comeback. Für Kiel ist der 10. Olympiateilnehmer aus Tokio, der zuletzt im WM-Gebiet 2023 in Den Haag trainierte, wieder zuversichtlich: „Wir freuen uns auf die Kieler Woche. Mit Platz drei auf unsere Rückkehr zum Weltcup in Almeira sehr gut in die Saison gefunden. „Für Kiel mussten wir allerdings unser Material umstellen: Aufgrund des Carbon-Strukturschadens mussten wir den Mast und damit auch den Gabelbaum wechseln“, so Benjamin Bildstein, der sich sehr freute trotz der Veränderung optimistisch: „Wir haben die Veränderung nicht gespürt, es ist alles passiert.“ Das war wirklich gut – und ich denke, wir haben seit der WM einen weiteren Schritt in unserer Leistung gemacht.“

Die Regatta in Kiel ist die letzte Sichtung der beiden 30-Jährigen vor der Europameisterschaft Anfang Juli im dänischen Aarhus. Kiel ist besonders bekannt für seine tückischen, mäandrierenden und orkanartigen Winde. Wir wollen und müssen es gut lesen. Es wird eine Herausforderung, aber wir freuen uns darauf. Wir wollen hier zuerst die Qualifikationen überstehen, um dann anzugreifen und in die Goldflotte vorzustoßen – und am letzten Tag vielleicht um die Medaillen zu segeln. „Wir sind bereit, hier Gas zu geben“, sagt Crew David Hussle. Leistungstrainer Paul Brotherton sponsert die ehemalige Weltsaat bei dieser Regatta.

Auch Keanu Breitner und Jacob Flashberger spielen nach kurzer Verletzungspause am Start. Das Trainingslager in Marseille mussten die 49 Talente Anfang Mai wegen einer Verletzung der Patellarsehnenspitze von Jacob Flachberger abbrechen und verpassten auch den Weltcup in Almere. „Mir geht es wieder gut, es wird langsam besser. Ich werde täglich von meinem Physiotherapeuten behandelt und absolviere gezielte Ausgleichsübungen für das Segeltraining, um wieder voll fit zu werden“, erklärt Jacob Flashberger mit Lukas Kammerer / Paul Ebenbichler und Niclas Lehmann / Niklas Haberl sind noch zwei weitere Boote in rot, weiß und rot am Start.

Nacra 17-Duos streben danach, sich mit starker Konkurrenz zu messen
Auch für die österreichischen Bootsfahrer Nacra 17 ist die Kieler Woche der letzte Spot vor der Europameisterschaft in Dänemark. Nach ihren starken Leistungen in Almeira wollen Farese/Zöchling und Haberl/Frank nun auf absolutem Weltniveau eine gute Leistung zeigen – die besten Boote, die den Weltcup in den Niederlanden auslassen. “Die Kieler Woche wird wieder besonders spannend, weil die Boote viel besser reingekommen sind als beim letzten Mal in Almere. Aber für uns ist es eine sehr gute Chance zu sehen, wie sehr wir uns in den letzten beiden Trainingswochen gesteigert haben. Kiel ist es immer.” ein hartes Revier – mit den wechselnden Winden und böigen Winden Wasser erwarte ich etwas flach, was uns beim Auskreuzen gegen den Wind passen sollte anstehende Europameisterschaften in Aarhus und damit das erste Regattaziel 2022. In gewisser Weise soll es ein Testlauf werden, der uns den letzten Schliff für die Europameisterschaft geben wird“, resümiert Crewmitglied Mateus Zuchling.

Tania Frank, die mit dem neuen Kapitän Lukas Haberl in den Niederlanden das Podium nur knapp verpasst hat, sieht das ähnlich: „Für uns wäre es wichtig, uns mit den starken Teams zu vergleichen – wir haben seit Hyeres nicht mehr viele Boote gesehen Backflip war nicht sehr gut. Also. Es ist gut, jetzt diesen Vergleich zu bekommen, um zu sehen, wie viel Verbesserung wir in diesem Bereich gemacht haben. Es kann auch als Vorbereitung auf die nächste Europameisterschaft angesehen werden.”

„Last High Quality Showdown“ ebenfalls von Vadlau/Mähr
Auch für Lara Vadlau und Lukas Mähr ist die Kieler Woche der finale Showdown mit internationaler Konkurrenz vor den im Herbst stattfindenden Europa- und Weltmeisterschaften in der Klasse 470. “Die Kieler Woche ist sehr gut besucht und dieses Mal gibt es viel Qualität im Feld für die Teilnehmer. Es wird auf jeden Fall ein spannendes Regattarennen und definitiv eine wichtige Positionierung, zumal es das letzte hochkarätige Match vor der WM ist.” Europameisterschaften im September und Oktober. Wir haben trainiert und sind sehr gut gefahren. Kürzlich in Marseille, und wir werden sehen, ob wir uns in der Bootssituation im Vergleich zur letzten Weltmeisterschaft verbessern können. Ein guter Start ist wichtig, wir wollen unseren Rhythmus richtig finden weg und setzen die Konkurrenz unter Druck“, sagte die zweifache Weltmeisterin Lara Vadlau. Bei ihrem letzten Wettkampf vor Hyeres verpasste das für Olympia 2024 neu formierte OeSV-Duo das Podium. Das Team, das in seiner aktiven Karriere eine olympische Silbermedaille (2012) und zwei Weltmeistertitel gewonnen hat, wird vom Briten Luke Bassense übernommen. “Luke ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der absoluten globalen Elite. Die Erfahrung, mit einem anderen Trainer zusammenzuarbeiten, ist eine wunderbare Gelegenheit, die wir mit Dankbarkeit annehmen”, fügt eines der Crew-Mitglieder, Lucas Maher, hinzu.

Auch die 470 Talente von Rosa Donner/Sebastian Slivon sind wieder im Einsatz. Die beiden Nachwuchssportler konnten aufgrund schulischer Verpflichtungen zuletzt nur eingeschränkt trainieren, nutzen die Kieler Woche nun aber als Startschuss für die anstehenden Sommer-Großveranstaltungen der Junioren: „Für uns ist es jetzt wichtig, möglichst viele einzusammeln Wasserstunden wie möglich – unser Training entsprechend – und die Regatta planen. Auch die nächsten Wochen sind ziemlich eng. Die Kieler Woche ist unsere erste Regatta seit Palma. Wir werden uns auf unsere Starts konzentrieren und versuchen, die Top 15 anzuvisieren.”

Die Rückkehr von Schaufiger / Gärtner
Laura Schöfegger und Anna Boustani kehren auf der Kieler Woche in die 49erFX-Klasse zurück. „Natürlich merken wir, dass wir uns beide länger auf dem Boot ausgeruht haben – aber es wird von Tag zu Tag besser“, sagt Laura Schöfegger, die sich fast vollständig von ihrer Bandscheibenverletzung erholt hat, „meinem Rücken geht es soweit gut. Ich habe zuletzt im Olympiazentrum Salzburg wieder mehr „segelnde“ Gewichtheberübungen gemacht und bleibe hoffentlich schmerzfrei“, berichtet Laura Schweger.

ILCA 7 Clemens Kübber Athlet wird mit einer Rippenverletzung entlassen.
Darüber hinaus nehmen an der Kieler Woche auch einige Nachwuchssegler des Österreichischen Seglerverbandes teil, um ihren Erfahrungsschatz bei diesem tollen Event zu erweitern. Mit Anton Messeritsch, Johanna Böckl (UYCWg) und Strahinja Simic (YCBb) starten drei Talente in Rot, Weiß und Rot in der Offenen Klasse ILCA 6. Vor den letzten drei Rennen der Finalserie belegte Messeritsch unter 116 Neulingen einen hervorragenden fünften Platz. In der Klasse 420 gehen das Duo Truttenberger/Zimmermann sowie Kogard/Kloiber (UYCWg) und Schmidt/Uebelhör (SCTWV) für den SCK Kammersee an den Start.

ÖSV | 128. Woche Kiel | 22.-26. Juni 2022
49er (12 Rennen + Medal Race)

Bildstein / Husl
Breitner/Flatchberger
Lucas Kammerer und Paul Ebebechler
Niclas Lehmann / Niklas Haberl

NCR 17 (12 Rennen + Rennmedaillen)
Ritter / Zuchling
Haberl / Frank

49erFX (12 Rennen + Rennmedaille)
Schaufiger / Gärtner

470er (10 Renin + Rennmedaille)
Fadlaw / Mehr
Döner/Silphon

Preisinfo
ÖSV

21.06.2022

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