EU-weite Umfrage: EU-Unterstützung wächst inmitten des Krieges in der Ukraine

Das Europäische Parlament veröffentlicht die Ergebnisse der letzten Eurobarometer-Umfrage

Wien Fast zwei Drittel der Europäer (65 %) halten die EU-Mitgliedschaft für eine gute Sache. Dies ist der höchste Wert seit 2007, als er 58 % betrug. Die EU-Mitgliedschaft wird von der relativen Mehrheit der Bürger in fast allen Ländern als „gute Sache“ angesehen. Im Vergleich zur letzten parlamentarischen Befragung des Standards, die Ende 2021 durchgeführt wurde, haben sich die Ergebnisse in den meisten Staaten deutlich verbessert, insbesondere in Litauen, Malta und Estland.

In Österreich halten 46 % der Befragten die Mitgliedschaft ihres Landes in der Europäischen Union für eine gute Sache.

52 % der Europäer haben heute ein positives Bild von der Europäischen Union und 12 % haben ein negatives Bild. Dieses Ergebnis stellt eine Steigerung um 3 Prozentpunkte gegenüber dem positiven Bild seit November und Dezember 2021 dar. Es ist auch das beste Ergebnis, das in Umfragen des Europäischen Parlaments seit 2007 gemessen wurde.

In Österreich haben 38 % der Befragten ein positives Bild von der Europäischen Union.

Roberta Mezzola, Präsidentin des Europäischen Parlaments. Er begrüßte die Ergebnisse der Umfrage: „Mit der Rückkehr des Krieges auf unseren Kontinent fühlen sich die Europäer beruhigt, Teil der Europäischen Union zu sein. Die europäischen Bürgerinnen und Bürger fühlen sich der Freiheit zutiefst verpflichtet. Sie sind bereit, sich verstärkt für unsere Werte einzusetzen.“ anerkennen, dass Demokratie nicht mehr selbstverständlich ist.”

Die jüngsten Ereignisse haben auch das Bild der Europäer von anderen großen Akteuren auf der internationalen Bühne geprägt. Nur 10 % der Befragten sehen Russland positiv, gegenüber 30 % im Jahr 2018, als die Frage zuletzt gestellt wurde. Wertmäßig liegt China mit 22 % (-14 Prozentpunkte) an zweiter Stelle. Auf der anderen Seite haben die Europäer ein positiveres Bild von Großbritannien (65%, +1 Prozentpunkt), gefolgt von den USA mit 58% (+13 Prozentpunkte).

Die meisten Bürgerinnen und Bürger sehen den Krieg in der Ukraine als grundlegende Veränderung: 61 % sind nicht zuversichtlich, dass ihr Leben unverändert weitergehen wird. Nur etwa ein Drittel der Befragten (37 %) glaubt, dass dies der Fall sein wird. Eine Umfrage, die letzte Woche von der Europäischen Kommission veröffentlicht wurdeDemnach befürworten acht von zehn Befragten (80 %) die Verhängung von Wirtschaftssanktionen gegen die russische Regierung sowie russische Unternehmen und Einzelpersonen. Die Mehrheit der Bürger in 22 Mitgliedstaaten ist zufrieden mit der Reaktion der Europäischen Union auf die russische Invasion in der Ukraine.

Inflation und Lebenshaltungskosten stiegen, bevor Russland in die Ukraine einmarschierte, was das Problem verschärfte, und jetzt sagen vier von zehn Europäern, dass sie bereits Auswirkungen auf ihren Lebensstandard spüren (40 % auf EU-Ebene, 40 % AT). Als klare Demonstration der europäischen Resilienz und der europäischen Einheit sehen 59 % der Europäer die Verteidigung gemeinsamer europäischer Werte wie Freiheit und Demokratie als Priorität an – auch wenn sich dies auf die Preise und die Lebenshaltungskosten auswirken wird (49 % in AT).

Die wachsenden wirtschaftlichen Bedenken spiegeln sich auch in den politischen Prioritäten wider, auf die sich die Bürgerinnen und Bürger vom Europäischen Parlament konzentrieren sollen: Die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung hat in der gesamten EU oberste Priorität (38 % in der gesamten EU, 40 % in AT), gefolgt von der allgemeinen Priorität Öffentlichkeit. Gesundheit (35 % auf EU-Ebene, 30 % in AT), die in den letzten sechs Monaten deutlich um 7 Prozentpunkte zurückgegangen ist, und Demokratie und Rechtsstaatlichkeit (32 % auf EU-Ebene, 28 % in AT) mit einem deutlichen Anstieg von 7 Punkte Prozent.

Die wichtigsten Themen der Teilnehmenden in Österreich: Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung (40 %), Maßnahmen gegen den Klimawandel (40 %) und die Zukunft Europas (36 %).

Der Kriegsgedanke und seine Bedeutung für die EU spiegeln sich auch in den Grundwerten der Bürgerinnen und Bürger wider, die sie vom Europaparlament vorrangig verfochten sehen wollen: An erster Stelle steht erneut die Demokratie, mit einem Plus von sechs Punkten gegenüber Herbst 2021 (38 %). Der Schutz der Menschenrechte in der Europäischen Union und weltweit sowie die Meinungs- und Meinungsfreiheit rangieren mit jeweils 27 %.

Laut den Befragten in Österreich sollte das Europäische Parlament vorrangig folgende Werte verteidigen: Demokratie (33 %), Schutz der Menschenrechte in der EU und der Welt (31 %), Meinungs- und Meinungsfreiheit (28 %).

mein Wissen

Der Druckmesser des Europäischen Parlaments für das Frühjahr 2022 des Europäischen Parlaments wurde zwischen dem 19. April und dem 16. Mai 2022 unter 26.578 Teilnehmern in 27 EU-Mitgliedstaaten implementiert. Die Befragung wurde persönlich durchgeführt und bei Bedarf durch Online-Interviews ergänzt. Die EU-Ergebnisse wurden nach der Bevölkerung der einzelnen Länder gewichtet.

Kann den vollständigen Bericht hier drüben abgerufen werden können. Detaillierte Ergebnisse für Österreich Hier finden Sie es.

Fragen und Kontakt:

Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments
Bernard Scheinwald, Press
+43 660 3737367
Bernhard Scheinwald@ep.europa.eu

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