Fußball: Solider ÖFB-Test mit kleinem Schönheitsfehler

760 Zuschauer in der Motion_invest Arena in der Südstadt sahen die Österreicher im vorletzten Test am Hang spielen. Während die Teamauswahl des ÖFB 13 Mal direkt auf das gegnerische Tor schoss und unzählige Male danebenschoss, blieb Montenegro keine einzige Torchance. Manuela Zinsberger in der ersten Halbzeit und Isabella Kreich in der zweiten hatten einen entspannten Abend – abgesehen vom heftigen Regen.

Katharina Schechtel (14), Maria Platner (19) und Nicole Bella (31) sorgten vor der Pause für klare Verhältnisse, Annabelle Schechnigg konnte kurz vor Schluss (Platz 88) ihren ersten Treffer im ÖFB-Dress feiern. Doch angesichts der Überlegenheit war das Teammanager Foreman nicht genug. „Die Anzahl der Tore ist ein klares Defizit, vor allem in der ersten Halbzeit waren wir nicht effizient genug. Das ist das Thema, an dem wir arbeiten müssen, damit wir zu den großen Nationen aufschließen können“, sagten die Wiener. Auch Sarah Zadrazil fehlte am Ende die Ruhe. „Ich habe Tore für England gerettet“, scherzte der Bayern-Profi.

Geba / Johannes Friedel

Inmitten des sintflutartigen Regens im Süden der Stadt gab sich Foreman nicht damit zufrieden, Risiken einzugehen

Ihre Spieler zeigten zumindest ein Gespür für die Fehler Montenegros. Denn sowohl Billa als auch Schaschnig reagierten nach einem Schuss aus der Kolonne oder einem Foul des gegnerischen Torhüters schnell und schafften es, den Staub abzustauben. Dazu kamen der Kopfball von Souverän Schechtel zum 1:0 und das sehenswerte Tor von Plattner. „Ich denke, es war ein sehr starker Test“, sagte Foreman, die am Sonntag (17 Uhr live auf ORF1) in Belgien ihr EM-Training mit ihrem Team absolvieren wird.

Tests für das EM-Ticket

Abgesehen von mangelnder Kompetenz waren die Informationen zum Nahen Osten begrenzt. Denn Montenegro, das Schottland als Testanwärter störte, konnte Österreich in keiner Spielminute herausfordern. „Es gab wieder positive Dinge, aber es ist schwierig, große Brocken im Hinblick auf die EM abzubauen, weil der Gegner dafür zu schwach war“, sagte Zadrazil. Mit Blick auf die Spiele gegen England, Nordirland und Norwegen hoffte Teamchef Foreman, „dass wir vor allem im körperlichen Bereich mehr gefordert werden“.

Blatner erzielte ein überragendes 2:0

Der Tiroler tanzte nach einem tollen Pass durch die Abwehr und traf zum 2:0 für Österreich.

Immerhin konnte der Trainer 22 der 28 noch im Kader stehenden Spieler testen, bevor die Endrundenaufstellung auf 23 aktive Spieler reduziert wurde. Das Duell mit Belgien ist die letzte Chance auf Extrapunkte. „Es war wichtig, dass jeder Spieler sein Bestes gibt. Ich denke, gerade die jungen Spieler, die nach Verletzungen zurückgekommen sind, haben es sehr gut gemacht. Das macht mir die Mannschaftsentscheidung nicht unbedingt leichter“, sagte Foreman.

Neben Victoria Schneanderbeck, die wegen Knieproblemen pausierte, war Virginia Kirschberger eine von sechs Spielerinnen, die nicht zum Einsatz kamen. Die Innenverteidigerin kehrte nach überstandener Schien- und Wadenbeinfraktur ins DFB-Training zurück, ebenso Ersatztorhüterin Yasmine Ball. “Sie haben große Fortschritte gemacht”, betonte Foreman. „Weil wir denken, dass ihr noch jeder Tag gut tut“, sagte die 41-Jährige, die noch nicht für ein Spiel trainiert hat.

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