Gefälschte Nachrichten? Die Ukraine bestreitet die Tötung von „50 Generälen und Offizieren“ nach einem russischen Angriff

Am Sonntag meldete das russische Verteidigungsministerium einen Raketenangriff auf eine Kommandozentrale der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet um die östliche Stadt Dnipro. Die Kommandostelle wurde „zerstört“ und „50 Generäle und Offiziere“ der Ukraine wurden getötet. Etwa 300 Soldaten wurden ebenfalls getötet.

Umkehren “Frankfurter General” Das ukrainische Militär dementierte diese Äußerungen und bezeichnete sie als „Fake News“. “Die Informationen entsprechen nicht den Tatsachen”, zitierte die FAZ die Reaktion der Ukraine.

Weder Russland noch die Ukraine machten genaue Angaben zu ihren Verlusten. Es ist daher schwierig, die Zahlen zu überprüfen, die die beiden Seiten im Propagandakampf verwenden.

Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach kürzlich von bis zu 100 getöteten ukrainischen Soldaten – und bis zu 500 Verwundeten.

Die ukrainische Regierung veröffentlicht fast täglich Daten über die Verluste der russischen Streitkräfte. Nach ukrainischen Angaben sind seit Kriegsbeginn am 24. Februar etwa 33.800 russische Soldaten getötet worden.

Ukrainische Quellen bestätigten die Ermordung von Oleh Kotsin. Es scheint, dass er als einer der wichtigsten Kommandeure der ukrainischen Armee galt. Der Kommandeur des 49. Schützenbataillons der ukrainischen Streitkräfte, des Karpatenbataillons, wurde laut dem ukrainischen Nachrichtenportal Hromadske in der Region Charkiw getötet. Das Portal vermerkt die Informationen des Bürgermeisters von Iwano-Frankiwsk Ruslan Martsenkov und des Vorsitzenden der Svoboda-Partei Ole Thynibok. „Er war als wahrer Krieger bekannt, als Anführer respektiert und als guter Mensch mit unbezwingbarem Charakter“, schrieb der Bürgermeister von Cotzen auf Facebook.

Ole Kotsin bemühte sich ebenfalls um eine politische Karriere, stand seit 2007 auf der Parteiliste der Svoboda-Partei, konnte aber nicht ins Parlament einziehen.

Von den ersten Kriegstagen an meldete die Ukraine den Tod Dutzender russischer Generäle. Russland bestätigt selten Verluste – oft lange Verzögerungen.

Auch nach der Versenkung des Führungsschiffs der russischen Schwarzmeerflotte, der „Moskva“, gibt es noch immer unklare Informationen über das Schicksal der Besatzung. Berichte von Eltern junger Seeleute, die an Bord waren, deuten darauf hin, dass die Zahl der Todesfälle höher sein könnte als die offiziellen Schätzungen.

Leave a Comment

%d bloggers like this: