Groschartner und Schweenberger gewinnen in Novo Mesto

Österreichische Meisterschaft im Zeitfahren

Geschrieben von Peter Maurer


Groschartner gewann in Novo Mesto die beiden Landesmeisterschaften im Zeitfahren. | Foto: Reinhard Eisenbauer/ÖRV

06.06.2022 | (rsn) – Bei der Österreichischen Zeitpiloten-Staatsmeisterschaft, die mit dem Slowenischen Radsportverband in Novo Mesto ausgerichtet wurde, sind zwei neue Sieger hervorgegangen. Felix Groschartner (Bora-Hansgrohe) und Christina Schweenberger (Blantor-Bora) haben die Sieger der vergangenen drei Jahre, Matthias Brandl (Israel-Premier Tech) und Anna Kissenhofer, aus dem Rennen geworfen und sich erstmals als Titelverteidiger gekrönt der Kampf gegen die Uhr.

Vor allem Schweenbergers Sieg war eine Sensation, denn er schlug den Straßen-Olympiasieger um 23 Prozent. „Ich kann es kaum glauben. Das Ziel war Silber und eine gute Leistung. Ich wollte an Anna ran, aber ich hätte nie im Leben gedacht, dass ich sie im Zeitfahren schlagen könnte“, erklärte der frischgebackene Landesmeister Ende des 14,4 km Rennens.

„Es war schwer, die Strecke einzuschätzen, weil man nicht immer aufs Äußerste gehen kann. Es war schwer, die richtigen Gänge zu finden“, sagte Schweenberger, der das perfekte Setup für das Zeitfahren gefunden hatte. Bis auf die ersten zwei Kilometer. Kiesenhofer, der von 2019 bis 2021 dreimal in Folge den Titel holte, musste sich nun ganz knapp den zweiten Platz erkämpfen.

Der 31-Jährige, der vor einem Jahr mitreißend Olympiagold im Straßenrennsport gewann, hatte vor dem Start kleinere technische Probleme und erreichte den Starthang erst wenige Sekunden vor dem Start. „Natürlich bin ich enttäuscht. Wenn man zu früh verliert, sucht man immer Haare in der Suppe und findet etwas. Das war definitiv der Startschuss für mich“, erklärte der Niederösterreicher.

Dritte wurde die letztjährige Radsportbundesliga-Siegerin Gabriella Tanner (Union Raiffeisen Radtim Tirol). „Ich bin mit dem Rennen rundum zufrieden“, sagte der Bronzemedaillengewinner, „die beiden vor mir sind einfach super.“

Bei den Herren überzeugte Großschartner bereits in der ersten von zwei Runden. „Anfangs lief es richtig gut. Ich bin sogar etwas über das Tempo gegangen“, sagte Marchtrenker, der am Ende auch gewann. Auf den letzten 14,4 km hatte er fast 45 Sekunden Vorsprung auf den Wiener Felix Ritzinger (WSA KTM Graz p/b Leomo), Großschartner war auch schneller als Slowenen wie Jan Tratnik oder Matej Mohoric (beide in Bahrain). – Victorious) Das Rennen um Silber und Bronze war sehr spannend, mit Ritzinger, Vorjahressieger Brändle, Rainer Kiplinger (Hrinkow Advarics Cycleang) und Tobias Bayer (Alpecin – Fenix) innerhalb von sieben Sekunden.

Auf der letzten Runde gelang es Kiplinger, der kurz zuvor die Oberösterreich-Rundfahrt gewonnen hatte, zu glänzen. Er verlor nur wenige Sekunden auf Groschartner und fuhr um Silber. Der ehemalige Ruderer, der das Rennen mit 51 Sekunden beendete, beendete das Zeitfahren hinter Großschartner

Der bisherige österreichische Top-Rekordhalter im Uhrensport, Brandl, fiel um 20 Sekunden auf den dritten Platz zurück. „Am Ende war Felix der Favorit. Er war in den letzten Monaten wirklich stark. Ich habe es versucht und bin zufrieden mit meiner Fahrt, auch wenn das Jahr nicht so gut läuft. Leider gibt es viele Dinge kommen zusammen, beginnend mit Corona und dann viele Rennen. Jetzt freue ich mich auf eine Pause, um für den Rest der Saison wieder aufzubauen“, erklärte Brändle. Ritzinger wurde mit 1:32 Rückstand Vierter. Bayer belegte schließlich den fünften Platz.

Am Sonntag wartet mit dem Straßenrennen der Männer und Frauen am Judendorf-Straßengel das nächste wichtige Event für Österreichs Top-Profis.

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