Israel tötet einen islamistischen Führer im Gazastreifen

DRAm Freitagnachmittag startete die israelische Armee eine neue Militäroperation Gazastreifen erscheinen. Armeesprecher Richard Hecht sagte Reportern, die Luftangriffe seien ein „Präventivangriff“ auf den „Islamischen Dschihad in Palästina“. Die islamische Organisation ist nach der Hamas die zweitstärkste militärische Kraft in der Küstenenklave. Die Spannungen zwischen ihm und Israel eskalierten in den letzten Tagen, nachdem die israelischen Sicherheitskräfte einen prominenten Anführer des Islamischen Dschihad im Westjordanland festgenommen hatten.

Christian Meier

Politischer Korrespondent für den Nahen Osten und Nordostafrika.

Hecht gab bekannt, Taysir al-Jabari, den Anführer des Islamischen Dschihad in Palästina, im nördlichen Gazastreifen durch “koordinierte Luftangriffe” getötet zu haben. Die Armee veröffentlichte Videomaterial, das mehrere Raketen zeigt, die ein Hochhaus treffen. Jabari war nach Angaben des Militärs für mehrere Angriffe auf Israel im Mai 2021 verantwortlich. Etwa zehn weitere Mitglieder des Islamischen Dschihad in Palästina wurden ebenfalls durch Raketen getötet. Sie würden eine „unmittelbare Gefahr“ darstellen. Kurz vor Beginn der Luftangriffe besuchte der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz das Südkommando der Armee in Beerscheba. Da hieß es im Titel Agitation Und das Gesicht des Islamischen Dschihad in Palästina: „Ihre Zeit ist begrenzt. Diese Bedrohung wird auf die eine oder andere Weise beseitigt.“

Sechs dschihadistische Stätten wurden angegriffen

Nach Angaben des israelischen Militärs wurden sechs Standorte des Islamischen Dschihad in Palästina angegriffen. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Gaza sind mindestens acht Menschen gestorben. Unter ihnen war ein fünfjähriges Mädchen. Mehr als 40 Menschen wurden verletzt. Armeesprecher Hecht sagte, ihm seien zivile Opfer oder Wohngebäude “nicht bekannt”.




Die Militäroperation, die von der israelischen Armee als Operation Dawn bezeichnet wird, droht etwa 15 Monate nach dem Gaza-Krieg im Mai 2021 eine weitere militärische Eskalation zwischen Israel und dem dicht besiedelten palästinensischen Küstenstreifen führen.” Und es ist noch nicht vorbei. Die Einheiten werden hauptsächlich aus dem Norden Israels in den Süden verlegt. Am Abend kündigte die Armee die Einberufung einer großen Zahl von Reservisten an.

Der Palästinensische Islamische Dschihad sagte in einer Erklärung, dass Israel „einen Krieg gegen unser Volk begonnen hat“. „Wir alle haben die Pflicht, uns und unser Volk zu verteidigen“, sagte sie. Die Hamas kündigte an, auf die „Eskalation“ zu reagieren. Ein Sprecher der im Gazastreifen herrschenden Islamisten sagte, Israel trage die volle Verantwortung für den Angriff.

Einwohner fordern mehr israelische Aggression

Seit Tagen eskalieren die Spannungen in den israelischen Gebieten rund um den Gazastreifen. Dort ist das öffentliche Leben seit Dienstag weitgehend zum Erliegen gekommen, nachdem Anfang dieser Woche israelische Sicherheitskräfte den Anführer des Islamischen Dschihad im Westjordanland festgenommen hatten. Ein weiteres Mitglied wurde getötet, als während des Einsatzes im Flüchtlingslager Jenin ein Schusswechsel ausbrach. Dann drohte der Palästinensische Islamische Dschihad mit Rache. Aus Angst vor Angriffen sperrte die Armee Straßen rund um den Gazastreifen, stellte Züge ein und verhängte eine Ausgangssperre. Gleichzeitig hat die Militärpräsenz zugenommen, Drohnen fliegen vermehrt über den Gazastreifen. Parallel dazu gab es indirekte Verhandlungen mit dem Islamischen Dschihad in Palästina über Ägypten.

Einwohner und Politiker in israelischen Grenzgebieten zum Gazastreifen haben zunehmend ihre Unzufriedenheit mit den ungewohnten und anhaltenden Restriktionen zum Ausdruck gebracht und fordern ein aggressiveres Vorgehen der Regierung. Premierminister Jair Lapid sagte am Freitagmorgen – noch bevor die Luftangriffe begannen – dass die Sicherheit und Lebensqualität der Bewohner in den palästinensischen Gebieten die „oberste Priorität“ der Regierung sei und dass sie daran arbeite, sie so schnell wie möglich wieder in ihr normales Leben zu führen möglich. Mögliches Leben kann wieder aufgenommen werden.

Von den Beschränkungen sind auch Tausende Gazaner betroffen, die den Grenzübergang nicht mehr nutzen können, um in Israel zu arbeiten. In dem von Ägypten und Israel weitgehend abgeriegelten Gebiet droht nun die Stromversorgung auszufallen: Brennstoffmangel könnte dazu führen, dass das einzige Kraftwerk des Gazastreifens nicht mehr betrieben werden kann. Nach Angaben der IDF gelang es einer Treibstofflieferung auf mehreren Lastwagen nicht, den Gazastreifen zu erreichen, bevor die Angriffe begannen.

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