Nach der US-Wahl 2020: „Ich will nur 11.780 Stimmen finden“

Stand: 21.06.2022 23:25 Uhr

Mehrere ehemalige Trump-Anhänger sagten vor der Untersuchungskommission zum Sturm auf das US-Kapitol im Januar 2021 aus. Nach der verlorenen Wahl war sie enormem Druck des ehemaligen Präsidenten ausgesetzt.

US-Bundesstaatsparlamentarier und Regierungsbeamte sagten aus, dass sie nach der verlorenen Wahl 2020 vom Team von US-Präsident Donald Trump unter Druck gesetzt worden seien er verneinte es.

Bei der Sitzung der Untersuchungskommission sagte Außenminister Brad Ravensberger aus, der für die Organisation der Wahlen im Bundesstaat Georgia zuständig ist. Georgia war eines der Länder, die zugunsten von Joe Biden den Ausschlag gegeben haben. In einem Telefonat forderte Trump Ravensburger damals ausdrücklich auf, genügend Stimmen für seinen Wahlerfolg in Georgia zu sammeln.

Die Aufzeichnung des Gesprächs wurde damals mit den Medien geteilt. Unter anderem hörte er Trump sagen: “Ich will nur 11.780 Stimmen finden.”

Streit am Telefon

Während der Anhörung wurden verschiedene Aufnahmen des 67-minütigen Telefonats abgespielt, in denen Ravensberger dem Präsidenten wiederholt widersprach. Ravensberger sagte bei dem Treffen, es bestehe kein Zweifel daran, dass Biden die Wahl in Georgia mit einem Vorsprung von etwa 12.000 Stimmen gewonnen habe.

Mehrere Romane kamen zu demselben Schluss. „Zahlen sind Zahlen, und Zahlen lügen nicht“, sagte Ravensberger. “Es waren keine Geräusche zu finden.” Die Zählung war korrekt. Es habe damals viele Vorwürfe gegeben, “jedem einzelnen sind wir nachgegangen”.

Ravensberger berichtete von Drohungen gegen ihn und seine Frau, nachdem sie sich geweigert hatten, Trumps Bitte nachzukommen. Das war alles sehr besorgniserregend.

Angeblicher Wahlbetrug auch in Arizona

Der republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses von Arizona, Russell Powers, erwähnte etwas Ähnliches. Der ehemalige Unterstützer von Trump schilderte, wie sein Team mit den Vorwürfen nach den Wahlen 2020 umging. Demnach kam es in Arizona zu Fällen von Wahlbetrug. Beweise dafür lieferte ihm jedoch niemand aus Trumps Team.

Powers erklärte, wie Trump und sein Team auf ihn einwirkten: Sie hätten im Repräsentantenhaus von Arizona ein Verfahren einleiten sollen, das später Trumps Wahlniederlage im Bundesstaat entgegenwirken sollte. Das wäre sowohl gegen das Gesetz als auch gegen den Amtseid gewesen, sagte Powers. Er machte Trump auch mehrfach persönlich klar, dass er nichts Illegales für ihn tun werde.

“Eine destruktive und destruktive Druckkampagne”

Powers gab dem Druck nicht nach. Daraufhin seien jede Woche Demonstranten vor sein Haus marschiert, sagte er. Sie würden ihn als Pädophilen, Perversen und Korrupten beschimpfen, ihn bedrohen und seine Nachbarschaft tyrannisieren. In Aufzeichnungen früherer Zeugenvernehmungen haben andere Vertreter der Länder Ähnliches berichtet.

„Die unerbittliche und verheerende Druckkampagne auf staatliche und lokale Beamte beruhte auf einer Lüge“, sagte Benny Thompson, Vorsitzender des Demokratischen Komitees. Trump wusste es und tat es trotzdem. Thompson sagte, die Lüge sei noch nicht verschwunden. Erst am Wochenende kündigte die Texas Republican Party an, die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl 2020 nicht anzuerkennen.

Trump bleibt bei seiner Geschichte

Trump behauptet weiterhin – ohne Beweise – dass ihm der Sieg bei den Präsidentschaftswahlen 2020 durch Wahlbetrug verweigert wurde. Wochen später hatte er damals versucht, den Wahlsieg seines demokratischen Herausforderers Biden rückgängig zu machen. Doch Trumps Lager scheiterte damals mit Dutzenden Klagen gegen das Wahlergebnis. Der Widerstand gegen das Wahlergebnis gipfelte im Angriff auf das US-Kapitol. Daran arbeitet nun der Untersuchungsausschuss.

Am 6. Januar 2021 stürmten Trump-Anhänger gewaltsam das Houses of Parliament in Washington. Dort traf sich der Kongress, um Bidens Wahlsieg zu bestätigen. Bei den Unruhen wurden fünf Menschen getötet. Trump provozierte seine Anhänger kürzlich bei einer Kundgebung damit, dass ihm der Wahlsieg gestohlen worden sei. Daraufhin musste er sich einem Amtsenthebungsverfahren stellen, an dessen Ende er freigesprochen wurde.

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