Runde zwei: FDP-Minister wollen deutsche Aktien attraktiver machen | Newsletter

(Neu: Reaktion der Deutschen Börse).

BERLIN/Frankfurt (dpa-AFX) – Die FDP-Bundesminister Christian Lindner (Finanzen) und Marco Buschmann (Justiz) wollen Deutschlands Aktien durch vielfältige Maßnahmen attraktiver machen. „Wir wollen die Aktienkultur in Deutschland stärken“, sagte Lindner am Mittwoch in Berlin. “Wertpapiere sind nichts für Millionäre, Wertpapiere sind für Millionen.” Dazu müssen allerdings die Reifenbedingungen verbessert werden. Für Gewinne aus der Veräußerung von Aktien und den Anteil von Geldern im Privatvermögen sollte ein höherer Freibetrag geschaffen werden.

FDP-Minister stellten die Eckpunkte der Kapitalmarktmodernisierung vor. Diese sind jedoch noch nicht in der Bundesregierung aus Sozialdemokraten, Grünen und FDP gefestigt. Ziel sei die Umsetzung im nächsten Jahr, sagte Lindner.

Konkret wollen Lindner und Buschmann Start-ups (Startups) den Zugang zu Kapital erleichtern. Die steuerlichen Rahmenbedingungen müssen verbessert werden, um die Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmenserfolg zu erhöhen. Die Kapitalbeteiligungsregelung für Mitarbeiter soll von derzeit 1.440 Euro auf 5.000 Euro erhöht werden. Auch bei der Anlage von vermögenswirksamen Leistungen in die Vermögensbeteiligung sollte die Arbeitnehmer-Sparzulage erhöht werden. Bushman sagte, Investitionen in Aktien und Vermögenswerte sollten steuerlich attraktiver sein.

Im Vergleich zum Beispiel in den angelsächsischen Ländern besitzen die Menschen in Deutschland relativ wenige Aktien. Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts hatten im Jahresdurchschnitt 2021 rund 12,07 Millionen Menschen in Deutschland Aktien, Aktienfonds oder Exchange Traded Funds (ETFs) in ihrem Depot. Demnach waren 17,1 % der Bevölkerung an der Börse investiert, etwa jeder Sechste ist also 14 Jahre und älter. In anderen Industrieländern ist der Aktionärsanteil teilweise deutlich höher; In den Vereinigten Staaten zum Beispiel fördert der Staat die Einführung des Alterns aggressiver über den Kapitalmarkt.

Lindner und Buchmann betonten, dass Deutschland vor der gewaltigen Aufgabe stehe, seine digitale Transformation und den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu gestalten. Dies kann nur gelingen, wenn neben den umfangreichen öffentlichen Mitteln des Staates ausreichend privates Kapital mobilisiert werden kann. Dafür muss der Kapitalmarkt effizienter und der deutsche Finanzplatz attraktiver werden. „Der Kapitalmarkt ist der Motor des Wandels“, sagte Bundesfinanzminister Lindner.

Die Hauptpunkte nennen auch die Möglichkeit, Aktien als elektronische Wertpapiere auszugeben. „In Zukunft werden wir das digitale Aktienzeitalter im Morgengrauen verlassen“, sagte Bundesstaatsanwalt Bushman.

Die Geschäftsstelle des Aktieninstituts begrüßte die Initiative. „Wir müssen dringend mehr Kapital für unsere Unternehmen bereitstellen, um Lösungen für Herausforderungen wie diese zu finden Digitalisierung und Klimawandel“, sagte Institutspräsidentin Christine Portenlanger.

Laut Thomas Bock, Mitglied des Vorstands der Deutschen Börse, bieten die Vorschläge eine sehr gute Grundlage, um das Potenzial des deutschen Kapitalmarkts für künftige Investitionen zu nutzen: „Jetzt gilt es, schnell zu handeln. Als Deutsche Börss sind wir es immer bereit, unseren Beitrag erträglich zu machen.”

Lob kam auch vom Bundesverband der deutschen Banken (BdB). Christian Ossig, CEO der Bahrain Development Bank, kommentierte: „Deutschland steht vor einem Jahrzehnt der Investitionen. Um diese Herausforderung zu meistern, brauchen wir privates Kapital und einen starken Finanzmarkt.“ „Neben den nationalen Rahmenbedingungen war und bleibt die European Capital Markets Association entscheidend für einen wettbewerbsfähigen Finanzmarkt. Deutschland sollte hier vorangehen.“

Bei der Capital Markets Association geht es im Wesentlichen darum, bürokratische Hürden zwischen einzelnen Ländern in der Europäischen Union abzubauen, um Unternehmen mehr Möglichkeiten zur Kapitalbeschaffung zu geben. Verbraucher sollten auch mehr Möglichkeiten für grenzüberschreitende Investitionen haben. Kredite und Finanzierungen werden in Europa – anders als in den USA – hauptsächlich von Banken vergeben. Seit September 2015 liegen die Pläne der EU-Kommission für eine Kapitalmarktunion auf dem Tisch, doch die Umsetzung stockt./hoe/ben/DP/men

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