Schwimm-WM: Reitshammer gelingt Überraschung im Finale

“Ich bin gerade glücklich. Es ist eine tolle Zeit, WM-Vierter, und das passt einfach”, sagte Richhamer, “so etwas habe ich nicht erwartet, aber so bin ich glücklicher.” Dieser Reitshammer sah noch Luft nach oben, es stimme nicht alles, betonte er: „Das ist schon ein bisschen Fünfziger. Ob ich mich wieder so steigern kann, werden wir bei der nächsten WM sehen. Vielleicht wird es dann sogar eine Medaille.“

In Budapest unterbot Reitshammer seinen Rekord um fast vier Zehntel, beim „zweitgrößten Wettkampf nach Olympia“ zeigte der „Oldie“ des OSV seine bisher beste Leistung. Bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften, die letzten Dezember in Abu Dhabi stattfanden, belegte er den siebten Platz. Kurz zuvor feierte er mit Bronze über 100 m Lagen bei den Europameisterschaften auf der Kurzdistanz in Kazan den größten Erfolg seiner Karriere.

Reitshammer schwimmt nach der Medaille

Bernhard Reichshammer verblüffte mit Platz vier über 50 m Brust bei den Weltmeisterschaften in Budapest. Mit neuem österreichischem Rekord schwamm er knapp an der Medaille vorbei.

Die „starke“ Stimmung in der Donna Arena

Reitshammer gefiel auch die „coole“ Atmosphäre in der fast ausverkauften Duna-Arena. Denn in der Vorrunde begeisterte der Ungar Kristof Milak die Fans mit einem Weltrekord über 200 Meter Delphin. “Wir sind unter die Startbahn gefahren, das war brutal”, sagte Reitshammer. Milak fuhr eine Zeit von 1:50,34, über drei Sekunden vor seinen Rivalen und verbesserte seine Bestleistung um 0,39 Sekunden.

Für den Österreichischen Schwimmverband (OSV) war es die dritte Teilnahme des Schwimmfinales an Titelkämpfen in Ungarn, und Kraulspezialist Felix Obock hat auch über 200 m (5.) und 400 m (vierter) mit neuen, besseren Zeiten überzeugt. Reitshammer läuft am Samstag noch mit seinen Teamkollegen in der 4x100m Lagenstaffel in Budapest.

Bilhac und Gigler verpassen das Halbfinale

Caroline Belhach und Heiko Gigler verpassten am Vormittag beide das Halbfinale der Qualifikation. Während Pilhatsch als Neunzehnter über 50 Meter Rücken mit einer Zeit von 28,54 Sekunden nur sieben Hundertstelsekunden hinter seiner ersten Halbfinalelf lag, musste Gigler über 100 Meter einen enttäuschenden 29. Platz hinnehmen. Der 26-jährige Kärntner schwamm mit 49,29 Sekunden knapp eine halbe Sekunde über seinem OSV-Rekord.

APA/AFP/Attila Kisbenedek

Klar, dass Heiko Gigler im Weltcup-Halbfinale sein 100-Meter-Freistil-Tor verfehlt hat

Diese musste er jedoch um mehr als drei Zehntel verbessern, um ins Halbfinale einzuziehen. „Er ist von Anfang an nicht ausgerutscht. Das Ziel war das Halbfinale, ich wusste, ich muss schneller schwimmen als der österreichische Rekord“, sagte ein frustrierter Geigler. “Ich fühle mich im Wasser wirklich gut, deshalb war ich überrascht, dass er nur 49 Mal herausgekommen ist.”

Der 23-jährige Bilhac, der bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften 2018 in Hangzhou die Silbermedaille gewann, reiste derweil ohne große Ambitionen nach Ungarn. Aufgrund ihres kürzlich absolvierten Konditionstrainings und der daraus resultierenden eingeschränkten Vorbereitung war die Sprinterin nicht in Bestform.

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