Wacker vor dem Neustart unter Hannes Rauch

Hannes Rauch begegnete zum ersten Mal dem Publikum. Der 50-Jährige, ehemaliger Generalsekretär der ÖVP und ehemaliger Präsident des FC Kufstein, tritt an, um den schwer angeschlagenen Verein vor der Pleite zu retten. Sein Ziel ist es, den Verein in wenigen Wochen schuldenfrei zu haben.

Gespräche mit potenziellen Geldgebern und finanzstarken Geldgebern gestalten sich laut Verband sehr schwierig. Mit der Installation von Rauch könnte es auch eine Rückkehr des russischen Investors Michael Ponomarev geben.

Am Donnerstag wird über die Ligazugehörigkeit entschieden

Das Ziel des FC Wacker ist es, den Verein nach dem Zwangsabstieg in die zweite Liga zumindest zu retten. Ein Insolvenzantrag wurde bereits bei der GmbH gestellt, die den professionellen Ablauf abgewickelt hat – mehr dazu in Offizielles Ende der FC Wacker Innsbruck GmbH.

Der Verein hofft aber, zumindest in der Tiroler Liga, also in der vierthöchsten Spielklasse, weiterspielen zu können. Der Protest gegen das Urteil des Tiroler Fußballverbandes (TFV) schloss eine Teilnahme in der 3. Regionalliga nicht vollständig aus. Die endgültige Entscheidung darüber fällt am Donnerstag.

Vielleicht eine Neugründung und ein Start in der unteren Liga

Gelingt die Rettungsaktion nicht, muss der Klub nach einer Neugründung in der neunten und unteren Spielklasse neu anfangen. „Ich war in den vergangenen Tagen und Wochen in alle Gespräche und Verhandlungen eingebunden, daher kenne ich die Situation des Vereins“, bestätigte Rauch in einer Vereinsaussendung. „Wir als Vorstandsteam sind uns natürlich der Herausforderungen der aktuellen Situation bewusst, bleiben aber optimistisch, den Verein retten zu können.“

APA / EXPA / Jakob Gruber

Hannes Rauch sieht im Verein eine soziale Verantwortung

Ein Loch soll angeblich rund 1 Million Euro kosten. Das Budget für die nächste Saison wird auf 800.000 Euro geschätzt. Neben den 14 Jugendmannschaften mit rund 250 Kindern müssen auch die beiden Damenmannschaften nach Möglichkeit im Verein bleiben. Rauch: „Wir haben eine gesellschaftliche Verantwortung und wollen alles so gut wie möglich unterstützen. Unsere Finanzkraft ist nicht unendlich. Am Ende muss eine schwarze Null stehen.“

FC Wacker Innsbruck-Logo

ORF

Engagement versteht Rauch als langfristiges Engagement

Rauch betonte, dass sein Engagement langfristig angelegt sei. “Jeder sollte wissen: Wir sind jetzt weit weg vom Profifußball, und wir müssen die Gegenwart akzeptieren.” Kufsteiner will nach eigenen Angaben seine Erfahrung als Präsident des Vereins in seiner Heimatstadt und seine Kontakte nutzen, „um das derzeitige negative Image des Vereins aufzulösen“, wie er in der Wacker-Sendung sagte. Der FC Wacker soll wieder der Verein werden, den „jeder Tiroler gerne anschaut und der in ganz Österreich beliebt ist“.

Der scheidende Präsident Kevin Radi erteilte Rauch kurz vor seinem Rücktritt Vollmachten zur Übernahme der umstrittenen Hauptmitgliedschaft der Block Rock GmbH. Somit gab es in diesem Fall auf der Mitgliederversammlung keine Satzungsänderung.

Neben Rauch komplettierten der ebenfalls gewählte Jacob Griezner, Sohn des ehemaligen Wacker-Sportberaters Nick Neururer, und der bereits dort tätige Niklas Sattler den neuen Vorstand.

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