‘Weiter in Wachstumsprojekte investieren’ | DiePress.com

Eine lokale Erfolgsgeschichte. Auch in den Verpackungen bekannter internationaler Marken von Konsumgütern wie Süßigkeiten, Tiernahrung, Kaffee oder Tee steckt ein wenig Rot, Weiß und Rot.

Die Aluflexpack AG des österreichischen Unternehmers Michael Tojner gehört zu den Top 3 Playern in Europa – Tendenz weiter stark steigend. Aluflexpack, seit 2012 Teil von Montana Tech Components, hat sich von einem kleinen und mittelständischen Unternehmen zu einem führenden Unternehmen im Nischenmarkt entwickelt. Johannes Storer, CEO der Aluflexpack Group, über die dynamische Wachstumsstrategie, das Expansionsprogramm und die zukünftige Positionierung des Unternehmens.

Jeder hat schon viele Aluflexpack-Produkte in den Händen gehalten: Was sollen flexible Verpackungslösungen für Endmärkte wie Kaffee, Tee, Pharma, Tiernahrung, Süßwaren und Molkereiprodukte heute leisten?

Johannes Speicher: Die wichtigste Funktion von Primärverpackungslösungen besteht darin, das Produkt bis zum Verzehr zu schützen und somit den Endverbraucher vor Kontamination zu schützen. Aber auch in der Verpackungsindustrie ändern sich die Trends. Derzeit gibt es einen ganz klaren Trend in Richtung E-Commerce und direkt zum Verbraucher. Dabei spielt die Haltbarkeit der Verpackung eine wichtige Rolle. Verpackungslösungen befinden sich in einem ständigen Veränderungs- und Anpassungsprozess.

Was hat sich in den letzten Jahren sonst noch verändert?

Seit vielen Jahren beobachten wir den Trend zu kleineren Haushaltsgrößen, bewussterem Konsum. Kleinere Portionen bedeuten auch kleinere Verpackungen. Ein weiterer Trend zur Premiumisierung. Hersteller wollen sich differenzieren, sie wollen mit innovativen Verpackungen eine Geschichte erzählen und ein Image vermitteln. Es gibt Produkte im Portfolio, bei denen der Produktinhalt seit den 90er Jahren gleich ist, aber viel Technik in die Verpackung selbst geflossen ist – mit ganz klarem Fokus auf Funktionalität und Nachhaltigkeit. In den letzten Jahren haben wir Produktlösungen mit bis zu 80 Prozent Recyclinganteil entwickelt, ohne dabei an Verpackungsfunktionalität einzubüßen. Es ist wichtig, genau auf die mechanischen Eigenschaften der neuen Materialstruktur zu achten.

Die Aluflexpack-Kurve zeigt stark nach oben. Als mittelständisches Unternehmen gegründet, gehört Aluflexpack heute zu den Top drei europäischen Playern in relevanten Endmärkten und ist seit 2019 an der Schweizer Börse kotiert. Welche langfristigen Perspektiven hat das Unternehmen?

Aluflexpack wächst seit vielen Jahren sehr dynamisch – seit 2016 organisch mit 10 Prozent pro Jahr, deutlich schneller als der Gesamtmarkt. Einerseits konzentrierten wir uns auf sich strukturell entwickelnde Märkte, darunter pharmazeutische Produkte, Premium-Kaffeelösungen und Tiernahrung. Andererseits hängt unser Erfolg auch davon ab, dass wir uns immer als Team mit dem Kunden verstehen und uns auf die Frage konzentrieren, wie wir ihm das Leben erleichtern können. Es gibt viele sehr relevante Aspekte, wie Stabilität in Form von Zuverlässigkeit in der Produktqualität bis hin zum Lieferservice – sowie inspirierende Aspekte wie Produktinnovationen durch das Erkunden von Trends.

Wir sind proaktiv, zum Beispiel wenn es um Nachhaltigkeit geht. Diesen proaktiven Umgang mit unseren Kunden werden wir in Zukunft noch stärker forcieren, um weiterhin attraktiv zu wachsen. Gleichzeitig legen wir mit umfangreichen Investitionen den Grundstein für Wachstum und investieren derzeit 70 Millionen Euro in ein Werk in Kroatien, wo wir unsere Verarbeitungskapazität für Aluminiumfolie verdoppeln. In den vergangenen Jahren haben wir kontinuierlich in den Ausbau unserer Leistungsfähigkeit sowie in Effizienz und Qualität investiert.

Aluflexpack hat Ende Mai 80 Prozent der Anteile an der türkischen Teko Aluminium Sanayi A.Ş. Genehmigt. Wie will Aluflexpack weiter wachsen und wo liegen die Schwerpunkte?

Für uns passt die Übernahme von Teko perfekt in unser Portfolio. Teko ist ein Spezialist und Marktführer für flexible Verpackungen auf Aluminiumbasis mit Schwerpunkt auf der Milch- und Getränkeindustrie in der Türkei und den umliegenden Märkten. Mit dieser Akquisition wollen wir unsere Position im Wachstumsmarkt Türkei ausbauen und unser bestehendes Geschäft in attraktiven FMCG-Kategorien stärken. Mit unserem zweiten Standort in der Nähe von Istanbul sind wir bereits die Nummer eins im türkischen Markt für Kunststofffolien für pharmazeutische Produkte. Akquisitionen sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Wachstums. Wir werden weiterhin aktiv nach Unternehmen in Europa, aber auch weltweit suchen, die zu unserem Portfolio, unserer Wertschöpfungskette und unserer Technologie passen. Auch in Zukunft werden wir in Wachstumsprojekte investieren.

Aluflexpack gehört seit 2012 zu den innovations- und technologieorientierten Montana Tech Komponenten des österreichischen Unternehmers Michael Tojner. Wie hat Aluflexpack davon profitiert?

Ich bin von Anfang an dabei und kann daher ganz klar sagen, dass Montana Tech Components unsere Wachstumsoptionen mit Michael Tojner immer unterstützt hat. Mehr als zehn Prozent des Umsatzes werden jährlich investiert. Da ist es wichtig, einen Unternehmer wie Michael Togner an der Spitze zu haben, der nicht nur auf kurzfristige Gewinne ausgerichtet ist, sondern Unternehmen auch langfristig weiterentwickeln will. Da Aluflexpack Teil von Montana Tech Components war, wird jedes Jahr in Entwicklung, Modernisierung, Qualität und Personal investiert. Heute können wir sagen, dass wir eine starke Position in den Märkten haben, was eine hervorragende Basis für die Zukunft ist.

Wie bestimmt das Unternehmen die Weichen für die Zukunft in Sachen Nachhaltigkeit?

Als Teil der Gesellschaft stehen wir in der Verantwortung, das Klima für die Zukunft zu schützen. Auch den Trend zur Nachhaltigkeit sehen wir als große Chance, uns mit unseren Innovationen zu positionieren. Es ist klar, dass unsere Bemühungen in eine Richtung gehen: möglichst geringer Ressourcenverbrauch, effizientes Abfallmanagement und reduzierte Kohlendioxidemissionen. Wir entwickeln unser Portfolio mit dem Fokus darauf, die Recyclingfähigkeit von Verpackungslösungen und gleichzeitig den Recyclinganteil der verwendeten Materialien zu erhöhen. Der Vorteil ist, dass Aluminium zu 100 Prozent recycelbar ist, ohne dass es zu Einbußen bei der Materialqualität kommt. Würde man Aluminium wieder in den Kreislauf zurückführen, wären nur noch fünf Prozent des anfänglichen Energieeinsatzes nötig.

Unser Ziel ist es, mit Kunden und Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette an nachhaltigen und zirkulären Lösungen zu arbeiten. Innovationsprojekte reichen von Lösungen aus Einzelmaterialien über die Erhöhung der Recyclingquote in den Materialien selbst bis hin zum Einsatz neuer Recyclingtechnologien für Verbunde aus Mehrschichtmaterialien. Hier werden wir in den nächsten Jahren einige spannende Entwicklungen sehen.

Mehr unter: aluflexpack.com

‘}”>

Leave a Comment

%d bloggers like this: